CRETEC · Anwendungswissen
Oberflächenprüfung glänzender Aluminiumräder
Lackierte, glanzgedrehte und polierte Räder stellen unterschiedliche Anforderungen an die Bildaufnahme. QBIC Wheels stimmt Kameraperspektiven und Blitzbeleuchtung auf die optische Oberflächenprüfung von Aluminiumrädern ab.
CRETEC GmbH · 02.10.2026

Warum ist die Bildaufnahme entscheidend?
Auf glänzenden Oberflächen verändert die Reflexion das Erscheinungsbild eines Merkmals mit der Blick- und Beleuchtungsrichtung. Eine Aufnahme muss deshalb sowohl die Oberfläche als auch die gesuchte Abweichung ausreichend darstellen. Bei der Auslegung werden Material, Geometrie und Fehlermerkmale gemeinsam betrachtet.
Die spätere Auswertung kann nur mit den Informationen arbeiten, die in den Bildern tatsächlich enthalten sind. Für eine geeignete Aufnahmekonfiguration sind Versuche mit realen Rädern und repräsentativen Fehlern der Ausgangspunkt.
Welche Oberflächen unterstützt QBIC Wheels?
QBIC Wheels unterstützt lackierte, glanzgedrehte, polierte und rohe Aluminiumoberflächen an Guss- und Schmiederädern. Zu den Prüfaufgaben gehören Kratzer, Lackfehler, Einschlüsse, Poren und Verschmutzungen. Unterschiedliche Oberflächen und Radvarianten werden bei der Prüfkonfiguration berücksichtigt.
Mehrere Ansichten und abgestimmtes Blitzlicht
Mehrere Kameraperspektiven erfassen Vorderseite, Rückseite, Felgenbett und Speichenzwischenräume. QBIC Wheels nutzt Blitzbeleuchtung mit mehr als 100 A. Das Zusammenspiel aus Beleuchtung, Optik, Aufnahmezeitpunkt und Perspektive ist Teil des Prüfsystems.
Mehr als ein Gigapixel Bildinformation pro Rad beschreibt die Datenmenge der Bildaufnahme. Daraus allein lässt sich keine garantierte kleinste Fehlergröße ableiten: Auch Abbildungsmaßstab, Kontrast und Oberflächengeometrie müssen berücksichtigt und validiert werden.
KI-Erkennung und messbare Qualitätsregeln
Deep Learning erkennt und klassifiziert relevante Abweichungen. Klassische Bildverarbeitung vermisst Fehlergrößen. Die Entscheidung wird gegen die vereinbarten Regeln der jeweiligen OEMs abgeglichen. So werden Fehlererkennung und die Bewertung ihrer Zulässigkeit miteinander verbunden.
Mit welchen Mustern sollte getestet werden?
- Reale Oberflächenvarianten und unterschiedliche Radgeometrien.
- Gute Räder mit akzeptablen Bearbeitungs- und Oberflächenmerkmalen.
- Fehlerräder mit den relevanten Fehlerarten und Ausprägungen.
- Grenzmuster nahe den vereinbarten Qualitätsgrenzen.
- Varianten, die im geplanten Produktionsprozess auftreten.
Die Muster sollten gemeinsam mit der Qualitätssicherung bewertet werden. Erkennungsleistung und Fehlentscheidungen sind für die konkrete Aufgabe zu prüfen; eine pauschale Garantie für jeden Fehler auf jeder Oberfläche wird daraus nicht abgeleitet.
Vom Versuch zur integrierten Prüfung
Nach der Bewertung der Muster werden Prüfumfang, Qualitätsregeln, Radzuführung und Schnittstellen abgestimmt. Der technische Rahmen von QBIC Wheels umfasst 14–26 Zoll, bis 30 kg und 10 Sekunden pro Zelle. Parallelbetrieb kann den Linientakt auf 5 Sekunden oder weniger reduzieren, abhängig von der Linienauslegung.
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Ihre Prüfaufgabe gemeinsam auslegen
Senden Sie uns Radvarianten, Fehlerbeispiele und Ihren Ziel-Linientakt. Wir stimmen Prüfumfang und Qualitätskriterien mit Ihnen ab.
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