CRETEC · Anwendungswissen

Automatisierte EOL-Radkontrolle in der Fertigungslinie

Eine automatisierte End-of-Line-Kontrolle muss zu Radfluss, Qualitätsvorgaben und Liniensteuerung passen. QBIC Wheels prüft die Oberflächen von Aluminiumrädern und übergibt die Ergebnisse an den Produktionsprozess.

CRETEC GmbH · 02.10.2026

QBIC Wheels

Wann ist eine automatisierte Endkontrolle sinnvoll?

Eine automatisierte Prüfung ist besonders dann zu untersuchen, wenn jedes Rad nach denselben dokumentierten Kriterien bewertet werden soll und die Sichtprüfung in einen definierten Produktionstakt eingebunden werden muss. Für die Entscheidung sollten aktuelle Prüfaufwände, relevante Fehler, Fehlentscheidungen und Nacharbeit erfasst werden.

Die Wirtschaftlichkeit hängt von der konkreten Fertigung ab. Eine belastbare Rechnung berücksichtigt Investition, Integration, Betrieb, Wartung, Personaleinsatz und die tatsächliche Wirkung auf Nacharbeit und Reklamationen.

10 Sekunden pro Zelle: Was bedeutet das für die Linie?

Eine QBIC-Wheels-Zelle hat einen Takt von 10 Sekunden pro Rad. Das entspricht rechnerisch maximal 360 Rädern pro Stunde. Zwei parallel arbeitende Zellen entsprechen rechnerisch maximal 720 Rädern pro Stunde und können bei geeigneter Linienauslegung einen Ausgabetakt von 5 Sekunden ermöglichen. Weitere Zellen können die Gesamtleistung erhöhen.

Diese Werte sind theoretische Kapazitäten. Die tatsächliche Leistung hängt von Radzuführung, Ausschleusung, Verfügbarkeit und der Verteilung auf die Zellen ab. Die einzelne Zelle behält ihren 10-Sekunden-Takt.

Schnittstellen vor der Integration klären

SPS-Kommunikation, OPC UA, Bildspeicherung und MES/QM-Anbindung werden nach dem vereinbarten Schnittstellenumfang umgesetzt. Ein Protokollname allein ersetzt keine abgestimmte Beschreibung der Daten und Abläufe.

Prüfentscheidung und Rückverfolgbarkeit

QBIC Wheels kombiniert KI-Erkennung mit regelbasierter Vermessung. Fehlerklassen und zulässige Größen werden mit dem Qualitätsteam festgelegt. Für die Rückverfolgbarkeit sollten Radidentität, Prüfkonfiguration und Ergebnis miteinander verknüpft werden. Umfang und Aufbewahrung von Bilddaten werden projektspezifisch abgestimmt.

Abnahme mit realem Materialfluss

Die Abnahme sollte die vereinbarten Radvarianten und Fehlerbilder sowie die tatsächlichen Übergabeprozesse berücksichtigen. Neben der Erkennungsleistung sind Takt, Wiederanlauf, Variantenwechsel und der Umgang mit fehlenden oder unklaren Ergebnissen zu prüfen. Eine Freigabe ausschließlich anhand einzelner Beispielbilder bildet diese Linienanforderungen nicht vollständig ab.

Technischer Rahmen von QBIC Wheels

Guss- und Schmiederäder, 14–26 Zoll, bis 30 kg. Prüfung von Vorderseite, Rückseite, Felgenbett und Speichenzwischenräumen. Geeignet für lackierte, glanzgedrehte, polierte und rohe Aluminiumoberflächen.

Weitere Anwendungen

Ihre Prüfaufgabe gemeinsam auslegen

Senden Sie uns Radvarianten, Fehlerbeispiele und Ihren Ziel-Linientakt. Wir stimmen Prüfumfang und Qualitätskriterien mit Ihnen ab.

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